Der Heinrich von Speyer
Die Saarländer ärgern sich furchtbar über euere Witze, die in der Pfalz schon die kleinen Kinder über sie machen.
Das hat zu einer seltsamen Reaktion geführt.
Die Saarländer wandelten die Witze über sie zu ihrem vermeintlichen Vorteil ab.
Das geht bei einigen Witzen natürlich überhaut nicht. Bei den anderen Witzen ist das meistens so, als ob der Schwanz mit dem Hund wackeln würde. Trotzdem hatten die Saarländer damit einen gewissen Erfolg. Die Pfälzer lachten über die Witze der Saarländer bald mehr als über ihre eigenen Witze.
Treffen Pfälzer heute einen Saarländer, dann dauert es nicht lange, bis die Pfälzer den Saarländer bitten:
"Erzähle uns doch einmal einen Witz."
Diese Entwicklung hat die Saarländer erst recht wütend gemacht. Einem Ossi, der sich geschäftlich in Saarbrücken aufhielt, blieb dies nicht unbemerkt. Er hatte spontan Mitleid mit den Saarländern und gab ihnen deshalb einen Tipp:
"Als das mit euerem Erich bei uns nichts mehr war, sind wir der Bundesrepublik beigetreten."
Er erinnerte die Saarländer an das Begrüßungsgeld und die Güterwägen mit Milliarden voll Geld, die seitdem in die zusammengebrochene DDR (Neuen Bundesländer) rollen und sagte:
"Mit euerem Oskar ist ja auch nicht mehr viel los und den wirtschaftlich Abstieg schafft ihr auch ohne ihn. Ihr seid ja Saarländer. Wenn es soweit ist, wie damals bei uns, könnt ihr der Pfalz beitreten. Damit trefft ihr die frechen Pfälzer gleich dreimal. Die Pfälzer müssen Begrüßungsgeld zahlen, die Pfälzer müssen Transfergelder locker machen und was wirklich bitter ist für die Pfälzer: Alle ihre Witze über die Saarländer sind über Nacht wertlos."